Siegerprojekt für Sanierung und Erweiterung der Schulanlage Sulgenbach in Bern gewählt
Das architektonische Konzept «SULLY» hat den offenen Wettbewerb für die umfassende Erneuerung der Volksschule Sulgenbach gewonnen. Die Kosten werden auf 18 bis 23 Millionen Franken geschätzt.

Die denkmalgeschützte Volksschule Sulgenbach im Berner Stadtteil Mattenhof-Weissenbühl steht vor einer umfassenden Erneuerung. Ein offener Projektwettbewerb hat nun das Siegerprojekt gekürt, das den Weg für die Modernisierung der in die Jahre gekommenen Liegenschaften ebnet.
Neues Leben für historische und jüngere Bauten
Das Hauptgebäude des Schulkomplexes stammt aus dem Jahr 1870 und gilt als schützenswert. Zusammen mit der Einfachturnhalle aus dem Jahr 1947 entspricht es längst nicht mehr den heutigen Standards in punkto Pädagogik, Haustechnik und Betrieb. Das Wettbewerbsverfahren forderte neben der Instandsetzung auch eine Lösung, um die extern untergebrachte Tagesbetreuung von der Tscharnerstrasse wieder auf das Areal zu integrieren. Zudem soll für die bestehenden Gebäude der Minergie-ECO-Standard erreicht werden.
Unter den 14 eingereichten Beiträgen überzeugte das Projekt «SULLY» der Arbeitsgemeinschaft aus den Berner Firmen Atelier Spolia GmbH, FritschiBeis AG, Riggenbach GmbH Garten und Landschaft, Strahm AG Umwelt- und Energietechnik, ing.-büro riesen AG sowie der Basler ZPF Structure AG. Die Jury hob besonders hervor, wie sorgsam das Team mit der bestehenden Bausubstanz umgeht und gleichzeitig eine flexible, barrierefreie Erschliessung aller Geschosse ermöglicht.
Umgestaltung des Aussenraums und Zeitplan
Der Entwurf sieht vor, den Mehrzweckpavillon rechtwinklig zum Hauptbau nach Norden und Osten zu vergrössern und über den tiefer gelegenen Pausenplatz zu erschliessen. Da die Erweiterung kompakt ausfällt, bleibt das Rasenspielfeld weitgehend intakt. Der Pausenplatz wird grossflächig entsiegelt, und im Bereich der Böschung entsteht eine begrünte, abgetreppte Aufenthaltszone.
Für die Gesamtsanierung und den Ausbau rechnet die Stadt mit Investitionskosten zwischen 18 und 23 Millionen Franken. Die Bauphase ist für die Jahre 2029 bis 2031 vorgesehen. Während dieser Zeit weicht die Schule auf ein Provisorium auf dem Gaswerkareal aus.
Alle 14 eingereichten Wettbewerbsprojekte sind in einer öffentlichen Ausstellung im dritten Obergeschoss des Beerhauses an der Bümplizstrasse 45 zu sehen. Die Werkschau ist von Mittwoch, 14. Oktober, bis Freitag, jeweils von 17 bis 19 Uhr geöffnet sowie an den Samstagen (17. und 24. Oktober) von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr. Der vollständige Jurybericht steht auf der Website der Stadt Bern zur Verfügung.
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