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Köniz rechnet im Budget 2027 mit einem Aufwandüberschuss von knapp drei Millionen Franken

Höhere Lastenausgleichszahlungen an den Kanton und steigende Personalkosten belasten das Gemeindebudget 2027 von Köniz. Dank Reserven soll die Steueranlage dennoch stabil bleiben.

KönizSamstag, 10. Oktober 2026, 09:55 UhrVon der Meine-Heimat-24-Redaktion
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Symbolfoto: Köniz · Wikimedia Commons

Ein höherer Finanz- und Lastenausgleich sowie steigende Personalausgaben prägen das finanzielle Bild der Gemeinde Köniz für das kommende Jahr. Das Budget 2027 sieht im allgemeinen Steuerhaushalt einen Aufwandüberschuss von 2.99 Mio. CHF vor. Die Gemeindeführung zeigt sich dennoch zuversichtlich: Dank vorhandener Reserven lasse sich das Defizit kurzfristig tragen, während mittelfristig wieder positive Resultate erwartet werden.

Höhere Beiträge an den Kanton und wachsender Personalaufwand

Hauptverantwortlich für den Aufwandüberschuss sind prognostizierte Mehrausgaben von 3.3 Mio. CHF für den kantonalen Finanz- und Lastenausgleich (FILAG) im Vergleich zur Rechnung 2025. Diese Belastung wird durch das Entlastungspaket des Bundes zusätzlich verstärkt, weshalb auf nationaler und kantonaler Ebene weitere Kosten folgen könnten.

Gleichzeitig wächst der Personalaufwand im Steuerhaushalt gegenüber der Rechnung 2025 um 3.8 Mio. CHF oder rund 6.5 Prozent. Darin eingerechnet sind ein Teuerungsausgleich von 1 Prozent, eine individuelle Lohnentwicklung von 0.7 Prozent sowie teils verrechenbare zusätzliche Stellen. Der Sach- und Betriebsaufwand beläuft sich auf rund 29.4 Mio. CHF. Gut ein Drittel dieser Kosten steht direkt mit künftigen Investitionen wie Vorbereitungen oder Unterhalt in Verbindung.

Stabile Steuern und Blick auf kommende Arealentwicklungen

Demgegenüber entwickelt sich der Steuerertrag positiv. Budgetiert sind Einnahmen von 153.3 Mio. CHF, was auf höhere Erträge bei den natürlichen Personen und eine leicht steigende Bevölkerungszahl zurückzuführen ist. Die Steueranlage soll trotz anziehender Investitionen in Schulhäuser, Freizeitanlagen und die Infrastruktur stabil bei 1.58 gehalten werden.

Der Bilanzüberschuss wird per Ende 2027 voraussichtlich rund 26 Mio. CHF betragen, was knapp drei Steuerzehnteln entspricht. Bis Ende 2030 soll er auf knapp 29 Mio. CHF anwachsen. Finanziell spürbare Impulse erwarten die Verantwortlichen ab dem Jahr 2029 durch zentrale Arealentwicklungen, die in den Planjahren 2029 und 2030 zu Ertragsüberschüssen führen sollen.

Der Gemeinderat hat das Budget 2027 sowie den integrierten Aufgaben- und Finanzplan (IAFP) verabschiedet. Das Parlament behandelt die Vorlagen an seiner Sitzung vom 2. November 2026.

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