Baar stellt Energie- und Klimapolitik auf neue Basis
Mit einem revidierten Leitbild reagiert die Gemeinde Baar auf veränderte Rahmenbedingungen und setzt sich verbindliche Etappenziele bis zu den Jahren 2035 und 2050.

Weil sich die Vorgaben von Bund und Kanton seither stark gewandelt haben, fasst das neue Energie- und Klimaleitbild bisherige Grundlagen in einem Dokument zusammen und erweitert den Fokus um den Umgang mit den Folgen des Klimawandels.
Neue Werte für 2035 und 2050
Unter der Federführung des Gemeinderats, der Energie- und Klimakommission sowie verschiedener Verwaltungsstellen entstand ein praxisnahes Konzept. Laut Bauvorstand Zari Dzaferi sollen die Vorgaben künftig messbarer und verbindlicher sein. Bis 2035 peilt die Gemeinde einen Primärenergieverbrauch von 3000 Watt und Treibhausgasemissionen von zwei Tonnen pro Person und Jahr an. Bis 2050 soll der Energieverbrauch auf 2000 Watt sinken und bei den Treibhausgasen das Netto-Null-Ziel erreicht werden.
Sechs Handlungsfelder im Fokus
Das Leitbild gliedert sich in die Bereiche Verwaltung, Energienutzung, erneuerbare Energien, Mobilität, Anpassung an den Klimawandel sowie Beratung und Kommunikation. Neben dem Klimaschutz rückt die Klimaanpassung in den Vordergrund, wozu unter anderem Massnahmen gegen Hitzebelastung, die Begrünung und die Erhaltung wertvoller Freiräume gehören. Auch die Photovoltaik und eine klimaverträgliche Mobilität samt öffentlicher Ladeinfrastruktur erhalten ein grösseres Gewicht.
Die Gemeinde will bei der Umsetzung mit gutem Beispiel vorangehen. So sollen kommunale Bauten und Anlagen bis 2040 grundsätzlich ohne fossile Energieträger mit Wärme versorgt werden. Zudem stellt die Verwaltung ihren Fuhrpark schrittweise auf fossilfreie Antriebe um, sofern dies technisch umsetzbar und sinnvoll ist.
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